Fundraising

STIFTEN und SPENDEN
Fundraising umfasst alle Aufgaben für eine Organisation die zur Erfüllung ihres gemeinnützigen Satzungszweckes benötigten Ressourcen zu beschaffen. Neben Geldleistungen können dies auch Sachleistungen (zum Beispiel eine Sachspende in Form von Kunstwerken, Immobilien, Fahrzeugen)) oder Dienstleistungen (beispielsweise eine Zeitspende in Form ehrenamtlichen Engagements) sein. In diesem Sinne ist Fundraising eine umfassende Marketing-Aufgabe. Für den Stifter oder Spender entstehen im Ausgleich steuerlich legale Vorteile. Die vielfältigen kulturellen und wirtschaftlichen Möglichkeiten können in einigen Europäischen Ländern und u.a. auch in den USA, Japan oder der VR China vermittelt werden.

Insgesamt können erhebliche Beträge steuerbefreit werden; in Deutschland z.B. 20% des Jahreseinkommens und zusätzlich jeweils innerhalb 10 Jahren bis 1 bzw 2 Mio EUR.

Von Fundraising kann jedoch nur gesprochen werden, wenn eine gemeinnützige Organisation die von ihr benötigten Ressourcen selbst ohne marktadäquate materielle Gegenleistung beschafft. Dies heißt nicht, dass sie gar keine Gegenleistung für die erhaltenen Ressourcen geben darf. Im Gegenteil, viele Spender erwarten zu Recht immaterielle Formen der Gegenleistung wie Dank, Hinweise auf ihr Engegement oder z.B. spezifische Empfehlungen bzw. Kontakte im Kunst- und Gesellschaftsbereich. In vielen Fällen wird erst durch die gebündelten Interessen verschiedener Beteiligter das Ziel einer Stiftungs- bzw. Projektförderung erreicht. Insofern ist der Beitrag einer einzelnen Spende oder Zustiftung oft von entscheidender Bedeutung; dies trift gerade auch auf Großspenden zu . An diesen Erwartungen bzw. Bedürfnissen der Stiftungen und Spender will sich das Fundraising ausrichten.

Wird jedoch einem Unternehmen im Rahmen des "corporate giving" eine materielle Gegenleistung für eine Firmenspende gegeben, so handelt es sich nicht mehr um Spenden sondern um Sponsoring.

SPONSORING
Neben der uneigennützigen Spende ist Sponsoring für Unternehmen gleichfalls eine steuerlich interessante Möglichkeit betriebliche Ziele mit kulturellem Engagement zu verbinden.

Nach der neuen Rechtsprechung gelten Sponsoringaufwendungen als Betriebsausgaben. Dies gilt insbesondere für den Fall, dass Leistungen nicht im eigenen Haus, sondern über eine Sponsoringagentur oder ein sonstiges spezialisiertes Unternehmen vergeben werden.

Ziel des Sponsoring ist eine öffentlichkeitswirksame Gegenleistung zu erhalten. Neben dem Sport-, Sozio- und Öko- sponsoring bietet das Kunst- und Kultursponsoring hierbei eine sehr gute und günstige Plattform. Entsprechend modernen Werbemethoden werden Produkte oder Dienstleistungen nicht unmittelbar in den Vordergrund gestellt, sondern der Name eines Unternehmens, der Markenname, ein generelles Markenprodukt oder eine Idee soll auf einem hochakzeptierten Level dem Publikum geläufig gemacht werden.

Aufgabe der Sponsoringkonzeption ist die Steigerung eines positiven Bekanntheitsgrade bei überschaubaren Kosten.